PHILOSOPHISCHE TEXTE

Geschrieben von Jürgen Angeler, 2013 – 2017

 

„Intellekt und Romantik“

Der Intellekt spielt eine viel wichtigere Rolle als die Bildung. Er bildet die Grundlage für Lebendigkeit und Qualität. Er steht für Intuition und Agilität. Er ist bedeutungslos, ohne dem Treffen von Entscheidungen und Konsequenz.

Intellekt ist Leben und Praxis.

Ein Künstler ist auch ein Arbeiter. Jemand, der sein Handwerk versteht. Intellekt bedeutet dabei Feinsinnigkeit, Gespür, Körper und Bewegung. Intellekt ist der reine Körper mit dem reinen Gefühl. Die reinen, feinsinnigen Finger.

Kunst ist Leben. Natürlich ist Kunst auch Philosophie, meine Kunst liegt in ihrer schönen und romantischen Art. Gerade in der Konsequenz wird die Romantik noch schöner.

19. September 2014

„Menschliche und künstlerische Kohärenz hinsichtlich Tiefenpsychologie, Selbstporträtierung und musikalischer Komposition“

In den ersten Monaten dieses Jahres habe ich etwa 500 Seiten geschrieben, die eine Synchronisierung meines Bewusstseins darstellten. Dabei handelte es sich um einen Prozess, in welchem ich das Unterbewusstsein in mein Bewusstsein transportierte. Beim Schreiben ging es mir darum, im jeweiligen Moment daraus zu schöpfen, wie die Beschaffenheit meines Bewusstseins gerade war, währenddessen ich meine Gedanken und Emotionen mittels Worte auf Papier reflektierte, ohne diese bewusst in irgendeiner Art und Weise bewerten, verändern oder zensieren zu wollen. Ich achtete dabei bloß auf die persönliche Notwendigkeit des Prozesses an sich und auf die Ausdrucksweise.

Jeder einzelne Gedanke, jede Emotion sind ein Tor, ein Wegweiser, zu meinem Unterbewusstsein, also zu mir selbst. Ich ließ dabei die Worte fließen, um dadurch immer tiefer in meine Seele vorzudringen und mir dabei mich selbst vor Augen zu führen. Es ging mir um eine absolute Tiefgründigkeit, idealerweise bis zu dem Punkt, an welchem alles geschrieben wurde und keine Notwendigkeit mehr bestand, noch weiter etwas auszudrücken. Der Prozess war sehr entspannend, er machte zeit- und situationsbedingte Verstrickungen sowie Unklarheiten in meiner Persönlichkeit sicht- und fühlbar und löste diese schließlich durch den Schreibprozess an sich auf, bis hin zur Kohärenz, ähnlich wie bei der Kontemplation oder Meditation und es war vergleichbar mit dem Expressionismus in der Malerei.

Ich nützte die Arbeit überdies für ein psychologisches Projekt, in welchem ich die Funktionsweise der menschlichen Kohärenz porträtierte, in Hinsicht auf das kollektive Unbewusste. Die Persönlichkeit eines einzigen Menschen kann die Persönlichkeit aller anderen Menschen ausdrücken, so bin ich überzeugt. Die Reflexion der temporären Beschaffenheit des Bewusstseins, unter Einbezug des Willens und Egos, also der persönlichen Wünsche, ermöglichte mir unter Rücksichtnahme meiner eigenen Ursprünge der Beschaffenheit meines Bewusstseins die analytische Porträtierung und somit Hinterfragung meiner Motive aus verschiedenen Sicht- und Denkperspektiven, die die Vergangenheit bzw. “Vorgeschichte” beinhalteten.

Durch diese analytische Auflösung und Zerteilung kann – so habe ich erfahren – die Sinnhaftigkeit dessen hinterfragt werden, was man glaubt, zu wissen und erkennen und in weiterer Hinsicht welche Verhaltensweisen man darauf aufbauend aufweist und plant. Es handelt sich um eine Auflösung von Glaubenssätzen, indem man ihnen jene Grundlage entzieht, welche durch unklare Einsichten in das eigene Bewusstsein entstehen und somit Denkfehler auslösen.

Was nach dem Projekt übrig blieb, war reiner Existentialismus und Individualismus, eine Säule, auf welcher man das Leben in größerer Reinheit und Authentizität lebt. Der Existentialismus war bei diesem Projekt ohne dem Expressionismus unmöglich. Der Expressionismus ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und Reinheit.

Das Verhalten, sowie jegliche Interpretation und Kommunikation wurzeln in der Beschaffenheit des Bewusstseins. Die Wahrnehmung ist unmittelbar abhängig von der Interpretation und Bewertung. Wenn keine Bewertungsmuster mehr da sind, so sind die Wahrnehmung, das Verhalten, sowie das künstlerische und wissenschaftliche Schaffen, und nicht zuletzt das alltägliche Leben absolut rein, klar, individuell und authentisch.

Der Prozess des Transports des Unterbewusstseins in das Bewusstsein, jener typische Prozess des Expressionismus und die damit verbundene Selbstanalyse sowie Reduktion der überflüssigen Zusätze und Muster schaffen die Voraussetzungen dafür. Es ist ein Vereinfachungsprozess bis hin zur notwendigsten Beschaffenheit des Bewusstseins und zugleich eine essentiell qualitative Erweiterung der eigenen Blickwinkel und Möglichkeiten –  und eine Sublimierung des Geistes sowie der persönlichen Ausdruckskraft.

Diese Arbeit ging Hand in Hand mit meiner musikalischen Komposition, beides war in deren Natur ident. Komposition ist nichts anderes als dieser Prozess, welcher in musikalischer Form stattfindet. Melodien, die für Intervalle verwendet werden, sind analog zu separaten Gedanken, Emotionen sowie deren Verbindungen, auch Interpretationen, zu verstehen. Ihre in Noten, das Arrangement und die Produktion gefassten Kontraste bilden das Werk. Das abgeschlossene Stück ist schlussendlich eine kohärente Simplifizierung, ein großes Bild, welches den gesamten Entstehungsprozess beinhaltet. Es wird während dessen Kreation in der menschlichen Persönlichkeit erkannt, zerlegt, porträtiert, analysiert, vereinfacht, und schließlich aufgelöst und somit in Kohärenz gebracht, wobei am Ende die gesamte Entstehungsgeschichte sichtbar ist.

Jürgen Angeler über Existentialismus, Kunst, Psychologie, Expressionismus, Individualismus, Authentizität und Ausdruckskraft, 2013

„Synchronizität“

Wenn du mit deinen Gefühlen synchron bist, sind sie deine größte Waffe! Erleuchtet zu sein. Ja, dafür muss man sich definitiv das Recht nehmen.
Je reiner das Bewusstsein des Künstlers ist, desto mehr Liebe wird in das Werk fließen.

15. September 2014

Kontemplation ist:

– Erholung
– Freiheit
– Unabhängigkeit vom aktiven und ausführenden Ego
– die Erkenntnis der Wahrheit und Realität
– das Wegfallen des Unwichtigen und Erkennen des Wichtigen
– Stressabbau
– Neuerfüllung des Bewusstseins
– Erlangen von Selbstbewusstsein und innerer Fassung in alltäglichen Situationen des Lebens
– hochinteressant
– das Kino im eigenen Kopf
– eine Vereinfachung des Bewusstseins
– Selbsterkenntnis
– Harmonisierung mit der Umwelt
– Erkenntnis um die Natur und das Schöpfen aus ihren Kräften
– Bewusstmachung der eigenen Natürlichkeit
– Erlangen von Zufriedenheit und Glück
– Mobilisierung von schöpferischem Potenzial
– sehr wirksam
– nur wirksam, wenn man sich nicht von unerwünschten Erkenntnissen verschließt
– weit mehr Erkenntnis, als man meint
– höchst aufrichtig
– wahre Erkenntnis der eigenen Individualität
– ein Weg zur Transzendenz
– eine Vereinfachung von Dingen, bei denen man glaubt, dass sie schwierig zu bewerkstelligen sind
– der persönliche Sieg über den eignen Egoismus, Selbstblockade, Arroganz und Sünde
– heroisch
– Selbstkontrolle
– Bodenständigkeit
– Schaffen von Überblick
– sich selbst zu 100 % ins Auge zu sehen
– Loslösung von irrtümlichen Idealen
– eine Möglichkeit zur Veränderung
– Erlangen von Weisheit, Frieden und Ruhe
– eine Stunde auf einer Parkbank sitzen und die Umgebung und andere Menschen zu beobachten
– mit dem Zug reisen
– Musik in ihrer gesamten Fülle und Essenz wahrnehmen
– eine Möglichkeit, um zu Lernen und die potenzielle Lernfähigkeit zu verbessern
– eine große und feinfühlige Schulung des Intellekts
– eine Möglichkeit, um Abstand zu erlangen
– eine Möglichkeit, sich über eigene Gefühle und Empfindungen bewusst zu werden und mögliche Blockaden aufzulösen
– einen Waldspaziergang zu machen und die Natur zu fühlen und betrachten
– einen Berg zu besteigen und zwei Stunden herunter zu blicken
– zur Ordnung und Klarheit zu kommen
– eine Veränderung der persönlichen Sichtweise
– Demut und Ehrfurcht
– das Schaffen von Persönlichkeit
– eine bewusste Beachtung aller wahrnehmbaren Eindrücke
– die Verarbeitung dieser Eindrücke
– Anmut
– eine Intensivierung von Authentizität und Charisma
– der Sieg über den Schmerz der Einsamkeit, im Gegenteil, sogar die Verwandlung von dessen zur größten persönlichen Waffe
– die Besinnung auf den eigenen Ursprung und seine Wurzeln
– die Besinnung auf die Natur
– große Aufmerksamkeit und Konzentration
– Wertschätzung von allem, die Erkenntnis vom Wert von allem Wahrnehmbaren
– Wissen
– Inspiration
– der Dirigent Des Lebens
– der Sinn des Lebens
– Liebe, Bewusstsein, Existenz
– vielleicht Gott, ein Weg zu ihm, oder in dessen Nähe
– unabhängig von Materialismus
– eine unterschätzte Gabe und Methode
– die Antwort auf alle irdischen Fragen
– jederzeit praktizierbar und immer für uns da
– niemandem verwehrt
– Halt und Sicherheit
– die Grundvoraussetzung zur reinen Selbstverwirklichung
– Harmonisierung und Gesundheit
– ein Sprung ins Ungewisse, eine aufrichtige Kontemplation verlangt manchmal Mut
– ein bewusstes Erleben des Moments, bewusste Lebensführung
– das Einnehmen der Rolle des Beobachters
– das Befreien aus unerwünschten Rollen
– durchführbar bei gleichzeitigen Aktivitäten
– Verweilen in der Reserve
– eine Verwurzlung mit der Erde, die Vertrauen schafft
– Lesen
– Künstlerisches Schaffen
– Bescheidenheit

2009

„Wahrheit“

Es gibt nur eines, das alles weist: die Wahrheit! Sie ist die freie und gesunde Intuition in ihrer reinen Form. Als Aktion und als Reaktion. Die Intuition ist die reine Konsequenz und die totale Verantwortung, was auch immer man preisgibt. Lassen Sie sich nicht einschränken und lachen Sie, es ist gesund! Bauen Sie sich Ihr eigenes Reich in ihrem Inneren, von dem keiner weiß und gehen Sie in die Welt. Doch schenken Sie der Welt Ihre Vorzüge.

2015

„Transzendentale Moral“

Wir sind ja zum Schluss gekommen, dass das moralische Verständnis im Auge des jeweiligen Betrachters liegt und es keine allgemein gültige Moral gibt. Damals haben wir zwei Arten unterschieden: die konventionelle und die individuelle.

In der Kunst verständigen wir uns in einer transzendentalen Sprache auf einer transzendentalen Ebene. Jedes Wertesystem beruht auf ein moralisches Verständnis, so auch dieses. Ich bezeichne es deshalb als „transzendentale Moral“ und stelle diese nun den beiden genannten Formen gegenüber.

Die transzendentale Moral stellt nach der konventionellen und der individuellen Moral die freieste, unverfälschteste, authentischste und somit höchste Form der Moral dar, zu deren Erkenntnis und Verständnis ein Mensch fähig ist. Ich erkläre warum: Über die Problematik der konventionellen Moral hinsichtlich der Unfreiheit des Individuums wissen wir Bescheid, von der individuellen Moral ist bekannt, dass sie immer noch stark von Erfahrungen und dem Leben geprägt ist. Es können somit immer noch viele persönliche Gedanken und Emotionen mitspielen, welche das eigene Bewerten sowie das Selbstbild leicht verfälschen und von seinem Ursprung entfernen können (Mangel, Laune, Verletzung, Zorn, das Spiel von Traurigkeit und Glück, Stolz, Konkurrenz, …).

Die transzendentale Moral ist unmittelbar mit dem Individualismus verbunden, denn dieser ist die Vorstufe zur Überwindung der Persönlichkeit und ohne ihn wäre die Transformation zur Transzendenz nicht möglich. Bei der transzendentalen Moral geht es nicht mehr um “Ich”, “Persönlichkeit”, “Egoismus” und individuelle, begrenzte Selbst- und Weltanschauung. Es verlangt eine persönliche Entwicklung von der Konvention zum Individualismus und schließlich von Individualismus zur Transzendenz. Allerdings bleibt kein Mensch dauerhaft in einem transzendentalen Bewusstseinszustand, er fällt durch das Leben immer wieder in seinen Individualismus zurück. Was jedoch bleibt und von positivem Nutzen ist, ist die Integration des Wissens über die Transzendenz in das Leben, sozusagen als Ideal. Das Leben bekommt eine neue Orientierung und ist dadurch zu jedem Zeitpunkt stark durch den reinen Existentialismus beeinflussbar und auf den richtigen Weg zu bringen. Neben psychologischen Gründen werden auch die Grundlagen dazu geschaffen, Fähigkeiten zu entwickeln, um wirklich kompetente und objektive Bewertungen anzustellen, und das in einem Abstand zu den eigenen Launen, Befindlichkeiten und vor allem zu dem des persönlichen Nutzens, der einem leicht auf den falschen Weg bringen bzw. beirren kann.

Die weit verbreitete konventionelle Moral ist die „niedrigste“ Ebene des menschlichen Bewertens. Sie ist vom Kollektivismus geprägt, in ihrer Möglichkeit zur Freiheit sehr eingeschränkt und steht in ihrer qualitativen Hinsicht im Bewerten, welches auf tatsächliche, realitätsbezogene und individuelle Eindrücke beruht, an unterster Ebene. Der Intellekt ist dadurch erheblich behindert. Die individuelle Moral ist die nächsthöchste Form. Hierbei geht es schon um ein erstes Loslösen von der Konvention und einer Bildung von individuellen Ansichten, welche jedoch noch immer unmittelbar abhängig vom sozialen Gefüge (Rebellion, Gegenpole) und somit noch immer sehr begrenzt und abhängig sind. Auch und vor allem eigene voreingenommene Meinungen, Egoismus, Urteile sowie Bewertungssysteme können das Individuum sehr begrenzen. Das einzige Wertesystem, welches alle diese angeführten Ebenen beinhaltet, auf sie aufbaut und übersteigt, aus ihnen ausbricht und unabhängig ist, ist die transzendentale Moral. Sie grenzt nichts menschlich Erfahrbare mehr aus und ist in ihrer reinsten Form absolut frei, dennoch feststehend, unbeschreiblich, also nicht durch Theorie definiert, sondern nur durch Empfindung wahrgenommen, im Kollektiv der Natur des tiefsten Unbewussten, der Spiritualität und Gott gleich und unabänderlich. Sie ist reine Liebe und bietet die größte Möglichkeit zur Wahrnehmung, Erfahrung, Wissen und Weitsicht und somit zur persönlichen und kollektiven Authentizität. Die transzendentale Moral ist eine gefühlte und erlebte Moral und entsteht in der Praxis, nicht durch Worte oder Theorien.

Wir haben somit den Zugang zu einer universellen Moral, welche jenseits von konventionellen und individuellen Bewertungssystemen steht. Sie führt das Individuum zum Ursprung der Natur und zur Gemeinschaft zurück. Diese Ebene sollten wir mit unserem Leben, Denken, Entwickeln, Weiterkommen und künstlerischen Schaffen verbinden. Sie sollte uns beim kreativen Prozess lenken, zur Seite stehen und uns Halt geben. So können wir das zugleich Einfachste, Natürlichste und Tiefgründigste, somit das menschlich Höchste, ausdrücken.

10. November 2012

„Ästhetik des künstlerischen Schaffens“

Die Ästhetik entsteht durch das „Einfach sein“ des Künstlers. Man macht „einfach“ und es wird auf das Werk übertragen. Automatisch. Man braucht nichts dafür zu tun oder zu versuchen, eine Ästhetik zu kreieren. Es reicht, wenn man sich ausdrückt und mit dem bereits vorhandenen Gefühl konform geht. Das ist fast immer eine Reduktion. Das Handwerk gehört umfangreich geschult. Authentische Kunst ist das „Einfachste“, was es gibt. Weil man bereits immer sich selbst ist. Alles versuchen, sich anzupassen oder sich nach etwas zu richten, führt zu Qualitätsverlust. Wenn man glaubt, dass Authentizität schwierig ist, hat man schon zu viel gedacht.

Alles ist richtig, weil die Existenz des Künstlers bzw. seine Emotionalität bereits da sind. Egal, in welcher temporären Befindlichkeit. Es reicht, wenn eine Synchronizität zum Werk vorhanden ist, die beim künstlerischen Schaffen im Werk manifestiert wird und Selbstvertrauen gibt. Es ist alles eine große, persönliche Entwicklung.

13. September 2014

„Das ‚Ich‘ als Ausgangspunkt“

Emotionen, Klarheit, Erkenntnis, Ordnung / Magie im Leben und in der Kunst / Grundlage zur authentischen Verantwortung

Alles geht also von einem selbst aus, welches Selbstbild man abgibt, wie die Situationen und Gepflogenheiten in den Beziehungen aussehen, wie sich andere Menschen dabei verhalten, welche Rechte sie sich nehmen, welche sie auch bekommen und welche nicht, es hängen Harmonie und Gleichgewicht der Beziehungen, aber auch in sich selbst davon ab.

Ich bin für alles in meinem Leben stets der Ausgangspunkt. Es geht darum, sich stets den eigenen inneren Mechanismen, vor allem jenen, welche Disharmonie verursachen, bewusst zu werden, sie zu durchschauen und aufzulösen, um sich eine möglichst große Reinheit und Klarheit zu verschaffen. Ideal bis zum magischen Punkt in der Reduktion, an dem es kein Müssen und Wollen mehr gibt. Ich habe es schon oft erwähnt, Klarheit ist immer reine Liebe. Klarheit und Gefühl führen zu diesem Punkt, an dem man bereits alles ist und auch alles bekommt. Das unzensierte Niederschreiben dessen, was einen bewegt, ist eine gute und effiziente Methode dazu. Man schwebt in sich selbst, ohne Halt sodass nur noch Gefühl, Klarheit und Magie da sind. Es ist eine Kraft, wo man weiß, alles ist richtig, die man in seinen Händen trägt und mit der man Explosionen herbeiführen und mit anderen Menschen jenseits von Worten, über Gefühl, Liebe, Sensibilität, Verständnis und Leidenschaft kommunizieren kann.

Beim Schreiben geht es darum, den Stift von sich selbst agieren zu lassen. Am allerbesten, wird man dabei zum Beobachter der eigenen Worte. Man ist aktiv und passiv zugleich. Große Leidenschaften treten in das Schreiben, das Bewusstsein und das Schaffen von Kunst. Es verlangt Hingabe an sich selbst, man muss bereit sein, sich absolut und ungeschönt auf sich selbst einzulassen und alles in sich aufzudecken. Nur so ist man ganz. Es ist enorm entspannend.

Die Bewusstmachung jedes Punktes und jeder Angelegenheit der eigenen Seele, weist die Richtung in ein tiefgründiges, wahrhaftiges, starkes, harmonisches und magisches Bewusstsein, welches die Grundlage für Authentizität und reichhaltige Persönlichkeit bietet. Gefühle werden geordnet und zentriert und erfüllen das Bewusstsein sowie den ganzen Körper in einer gebündelten Klarheit und Magie. Das Schreiben ist immer aufregend und niemals langweilig.

11. September 2014

„Persönlichkeit“

Es gibt keinen Mangel zu stopfen, weil man immer schon vollendet ist. Man ist bereits immer sich selbst, sein „wahres Selbst“. Jederzeit. Man ist Liebe, Bewusstsein und Existenz. Man muss sich dessen nur bewusst sein. Es muss nur im Inneren angesprochen werden und man muss sich nur daran erinnern. Ein kleiner Impuls reicht. Was will man mehr sein, als man ist? Mehr kann man gar nicht sein. Man kann nur seine Blickrichtung ändern. Der Mangel ist eine Illusion, die einem vom Frieden abhält.

Ich drücke mich auf vielen verschiedenen Ebenen aus, in der Malerei, Musik, Philosophie, Fotografie usw. Das Leben an sich ist für mich ein Expressionismus, um den Druck auf mich abzuwenden und um selbst aus mir herauszugehen. Ich arbeite die ganze Zeit über. Ich arbeite ständig und ich will immer Leidenschaft, aber auch Ruhe, in mir spüren. Ich habe eine sehr große Energie. Das gehört alles heraus. Weil meine Wahrheit aus mir selbst, aus meiner eigenen Seele kommt, aus meiner Leidenschaft und nicht aus dem, was mir andere einreden möchten oder wie es Norm ist, weiche ich aus den Reihen von vielen Menschen ab. Anders kann ich gar nicht. Meine Wahrheit bin ich selbst. Das strahle ich auch aus. Ich möchte Expressionismus und Authentizität sein. Die Menschen reagieren unterschiedlich auf mich.

Sich von anderen Menschen einreden zu lassen, was richtig und falsch ist, ist ein großer Fehler. Das Richtig und Falsch entspringt aus der eigenen Seele. Viele Menschen wollen einen hinunterdrücken und über einem stehen, weil ihnen das Selbstwert und Macht gibt. Es geschieht wegen ihrer eigenen Unsicherheit.
Dadurch, dass ich große Erfahrungen im Hinspüren auf mich selbst habe, habe ich eine sehr große Sensibilität erlangt, mit welcher ich auch andere Menschen zu ihrem Inneren führen kann. Ich vermag es, das anzusprechen, wer sie sind. Ich weiß und spüre, wie die Persönlichkeit eines Menschen funktioniert. Ich weiß, wie es funktioniert, mich zu öffnen und zu inneren Dimensionen von mir selbst vorzudringen. Das wissen die Menschen, sie sind daran interessiert und mögen es, auch angesprochen zu werden. Deswegen unterhalten sie sich auch gerne mit mir. Ich habe sehr viel zu sagen. Dabei sind mir Liebe, Wertschätzung und ein sehr großes Interesse und die Anteilnahme an ihren Angelegenheiten äußerst wichtig. Mir fällt es leicht, andere Menschen kennenzulernen und es entstehen oft schon zu Beginn sehr tiefgründige Gespräche. Ich komme derzeit zu vielen neuen Menschen. Ich brauche nichts dafür zu tun, als einfach nur da zu sein, zuzuhören und zu reden.

9. September 2014

„Intuition“

Der Verstand, der aus dem Gespür kommt und auf die Intuition beruht, ist in der bloßen Logik völlig unsicher, in der Praxis jedoch absolut sicher, tief, rein und wahrhaftig. Die Sicherheit kommt aus dem Gefühl. Es ist eine Garantie für Erfolg.

Die Schulung der Intuition und das Vertrauen in dieselbe geschieht, indem man aus ihr handelt, dabei positive Rückmeldungen bekommt und etwas erreicht. So wird Selbstbewusstsein aufgebaut.

Der Transport des Unterbewusstseins in das Bewusstsein schafft das Werkzeug für die Selbstverantwortung und das Vertrauen in die eigene Intuition. Es gehört täglich praktiziert, umfassend geschult und geübt, sowohl in der Kunst als auch im Leben. Der Griff des Werkzeugs für Erfolg liegt in der eigenen Seele.

8. September 2014

„Unabänderlichkeit des Existentialismus durch Transzendenz / Subtraktion der moralischen Essenz und Neudefinition des Begriffs der Moral durch ihre ursprüngliche Beschaffenheit“

Ich verwende den Begriff Moral stets für Liebe, Barmherzigkeit, Mitgefühl, Vergebung. Das führt bei meinen Ausführungen oft zu Irritierungen. Ich habe mittlerweile mehrfach gehört, dass diese Handhabung nicht passend wäre. Da der Ausdruck im allgemeinen Sprachgebrauch für allgemein gelebte gesellschaftliche Normen und Werte steht, weicht er von meinem Begriff deutlich ab. Dennoch – oder gerade deswegen – verwende ich ihn. Was ist Moral? Das, was „sich gehört“.

Was „gehört sich“?

Ich ersetze in meinen Ausführungen die gelebte Moral durch eine Liebe.

In meinem Text „Von der Essenz zur Existenz“ wird ein Weg angeführt, welcher zur „Reinheit“ des Existentialismus und der menschlichen Persönlichkeit führt. Ich ziehe diese Reinheit aus der Transzendenz. Ein großes Beispiel, wo der Existentialismus durch die Zeitgeschichte verändert wurde, ist die Person Jesus Christus. Sie stand in ihrer Person vor 2000 Jahren für Wahrheit und bedingungslose Liebe („Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“). Im Laufe der Zeit wurde durch religiöse und spirituelle Organisationen die ursprüngliche Bedeutung (Existenz) im Namen von Jesus Christus verändert. Es bildeten sich Essenzen. Diese Essenzen wurden zur Moral. Wenn ich den Begriff der Moral durch meine Definition verwende, so hebe ich damit diese im Laufe der letzten 2 Jahrtausende entstandenen Essenzen gewissermaßen wieder auf, gehe wieder zum Ursprung zurück, entziehe den entstandenen Normen die inhaltliche Existenz und ersetze sie durch das „Nichts“ der Transzendenz, welches reines Bewusstsein, reine Existenz und bedingungslose Liebe ist. Es ist deshalb sogar wichtig und absolut notwendig, dass ich für meine Beschreibungen den Begriff „Moral“ verwende, wenn ich in meiner Philosophie aufrichtig bleiben möchte. Gerade die Irritationen und Diskussionen, die dadurch entstehen, rütteln die Menschen wach. Es ergibt sich, dass ein wesentlicher Punkt meiner philosophischen Arbeit Irritation ist. Nur so können Menschen aus ihren Mustern wirklich wachgerüttelt werden.

Magritte hat mit seinem Gemälde „Der Verrat der Bilder (Dies ist keine Pfeife)“ genau dasselbe gemacht.

„Existentialismus, Soziales Gefüge und Konstruktivismus“

In wie weit gibt es im Leben eine Befreiung bzw. Unabhängigkeit aus dem sozialen Gefüge, wobei man gleichzeitig in ihm bleibt, um etwas zu erreichen bzw. erfolgreich zu sein? In wie weit kann man selbst unabhängig bleiben von der Anwendung eines eigenen Gegenpols (Verstrickungen), der Rebellion und Reaktion? Antwort: durch die völlige Rebellion, das Nicht-Nachgeben, durch den Existentialismus, in dieser Form, auch Egoismus, jedoch zugleich der Transzendenz und Liebe, sowie einer unabänderlichen großen Aufrichtigkeit und Tüchtigkeit im eigenen Sein und Arbeiten.

Die Reinheit des Bewusstseins und der Natur sind auf der selben Ebene mit dem Existentialismus. Dieses Bewusstsein hat keinen Gegenpol, sondern eine unabänderliche, individuelle Wahrheit und Identität, auch im kollektiven Unbewussten (C.G. Jung), welches alle Menschen zusammenführt. Man kann ihn auch als absoluten Egoismus bezeichnen, doch das wird ihm nicht gerecht. Es ist absolute Hingabe zugleich, also eine absolute Relativität. Seine Wertigkeit wird u. a. aus der Transzendenz bezogen wird, welche für Liebe, Barmherzigkeit, Güte, Mitgefühl und Vergebung steht. Es ist vielmehr eine Aufrichtigkeit und Moral, als Egoismus.
Woraus zieht man seine Identität, unbeeinflusst vom sozialen Gefüge? Durch die Berufung auf den Konstruktivismus bzw. durch das soziale Gefüge ist die Existenz und Persönlichkeit in jedem Moment der Lebensgeschichte zeitlich bzw. soziologisch abhängig. Wie trete ich in einen Bereich jenseits dieser Zeit und des sozialen Gefüges und ziehe meine Identität daraus? Durch die Transzendenz und den Transport meines eigenen Unterbewusstseins in mein Bewusstsein und in mein Verhalten und Leben. Die Transzendenz ist zeitlos und in jedem Zeitpunkt des Lebens gleich. Sie ist die einzige unabänderliche Wahrheit in der Identität des Menschen, der Natur und der einzige wirkliche Halt des Existentialismus bzw. der Persönlichkeit. Sie verleiht Unabhängigkeit und gleichzeitig absolute Liebe und Erleuchtung. Sie ist das, was Buddha oder Jesus Christus erfahren haben.

Ich möchte den Begriff der Moral in meinen Ausführungen neu definieren. Ich möchte dem alten Begriff von Moral durch etwas Neues ersetzen. Ihn gleichzeitig leeren und füllen. Es ist ein radikaler Ansatz, der jedoch notwendig ist.

Die neuen Werte entnehme ich in oberster Ebene der Transzendenz, dann folgen Emotionen. Das Denken mit seinen Beschreibungen und Mustern bildet die geringste Ebene und kann sofort durch Liebe und Selbstbewusstsein aufgelöst werden. Da die Transzendenz auch im persönlichen Bewusstsein alle Beschreibungen und Urteile auflöst, sodass nur Existenz und Liebe übrig bleiben, also keine durch Denken entstandenen und definierten Normen mehr vorhanden sind und über die Emotionen und Transzendenz stehen und diese einsperren können, entziehe ich auch dem persönlichen Begriff der Moral, diesen angesammelten Inhalt, der zu Verirrungen und Urteilen führt und fülle ihn neu durch Klarheit und Liebe. So kann man sozusagen jeden Tag neu beginnen und immer authentischer, entwickelter, selbstbewusster und aufrichtiger werden.

Was durch diesen „Entzug“ übrig bleibt, sind Liebe, Wertschätzung, sofortige Vergebung, Einsicht und Bewusstsein.
Das obigen Beispiel zu Jesus Christus geschieht nach demselben Prinzip, wie der Existentialismus. Es ist ein Weg von der Essenz (definierte Moral) zur Existenz (Transzendenz, Liebe, Bewusstsein).

Was ist stärker? Konstruktivismus oder Existentialismus? Der Existentialismus wäre dem Ansatz des Konstruktivismus wegen seiner zeitlichen Veränderlichkeit unterlegen, würden nicht die Transzendenz sowie die absolute Tiefgründigkeit die Grundlage für den Existentialismus bilden und im Inneren jeden Menschen dieselben sein (Liebe, kollektives Unbewusstes).

26. August – 8. September 2014

„Von der Essenz zur Existenz“

Für wahre Kreativität ist etwas Tieferes nötig. Der Verstand ist in diesem Bereich nur dann ein effizientes und nützliches Werkzeug, wenn er von der tiefen inneren Existenz geleitet wird. Wenn Gefühl da ist, das seine „Worte“ leitet. Der Verstand ist lediglich Form, so wie meine Kunst schlussendlich eine manifestierte, reflektierte Form dieser Existenz ist. Je weiter man von der Essenz zur Existenz durchdringt, desto reiner ist die geschaffene Formund desto mehr Wahrheit liegt dem Verstand und der Kunst zugrunde. Die Existenz ist reine Wahrheit und unfehlbare Intuition. Alles, was es an Essenzen gibt, also an Unklarheiten, die durch Emotionen, Mustern oder Urteile Teil der Persönlichkeit sind, verfälschen die Intuition.

Die innere Ruhe ist durch die Kontemplation, Meditation oder durch das Schaffen von Kunst jederzeit im Lot zu halten bzw. wieder ins Lot zu bekommen. Man kann sich damit auch im alltäglichen Leben der Zeitlosigkeit der immer wieder vorübergehenden Momente bewusst werden. Dieses Bewusstsein führt zu maximaler Andacht, Besinnung und Ruhe und gleichzeitig zu größtmöglicher Sensibilität, Wachheit und Ausdrucksfähigkeit der innewohnenden Energien. Ist in diesem Bewusstseinszustand der Kanal zur tiefen, reinen und inneren Existenz offengelegt und dringt man in den Bereich jenseits der Essenzen, so ist es in dieser vorherrschenden und demütigen Ruhe ohne Weiteres möglich, auch äußerst kraftvolle und harte, jedoch immer bedachte, und natürlich auch sehr feinfühlige und zarte Ausdrücke, in den Raum, das Leben, bzw. die Kunst zu werfen. Sie sind die authentischsten, auf ihre Notwendigkeit reduziertesten und punktgenau getroffensten Ausdrucksweisen unserer Kräfte.

20. August 2014

„Gespür zwischen den Fingerspitzen“

„Durch das authentische Leben und das richtige Maß an Bescheidenheit bildet sich eine Ebene des Gefühls. Du kannst es ganz fein zwischen deine Fingerspitzen nehmen. Es ist eine Ebene, die du wie von außen betrachtest und die vor deiner Wahrnehmung schwingt, schwebt, sich wendet, verschiedene Formen annimmt… Deren Essenz bleibt dabei immer dieselbe, du kannst sie spüren und beobachten. Du bist sehr sensibel und sie kann in den Hintergrund treten, wenn du damit nicht richtig umgehst, doch du weißt immer, dieses Gespür ist unabänderlich wahr und es steht dir jederzeit wieder als Möglichkeit zur Verfügung. Wenn du damit synchron bist, entsteht eine große Kraft. Du bist dann dieses Gefühl, lebst, sprichst und handelst daraus.“

26. August 2014

„Die Schönheit der vollendeten Kunst“

Vollendete Kunst ist immer schön. Man muss es so verstehen, dass ein Gemälde oder ein Musikstück aus verschiedenen Elementen besteht. Diese Ebenen bilden Kontraste. Wenn man sich vorstellt, dass ein Musikstück aus einer Traurigen, einer treibenden, einer hässlichen und einer wunderschönen Melodie besteht, so sind diese einzelnen Elemente verschiedene Aspekte der Persönlichkeit des Komponisten. Verschiedene Stimmungen bzw. Ebenen, die während der Komposition freigesetzt werden. Ein absolut freier Mensch, dessen Seele zur Vollständigkeit zum Ausdruck kommt, ist absolut stimmig und vollendet. Dieser Mensch kann sich dabei nur gut und harmonisch fühlen. Erreicht dies der Komponist und legt es in seine Arbeit, so ist auch sein Werk vollendet und es kann sozusagen nur „schön“ sein, eben weil es harmonisch ist.

Kunst kann natürlich auch eine einzelne Stimmung des Moments widerspiegeln. Das sind oft Werke, die große Ausdruckskraft besitzen, beispielsweise große Leidenschaften. Jedoch sind diese nicht im oben beschriebenen Sinne „vollendet“. Ein solches Werk ist beispielsweise eine „hässliche Fratze“. Werke des Moments sind äußerst wichtig in ihrer Existenz, haben jedoch eine andere Qualität.

Ich habe mir oft gedacht, dass das ein Fehler ist, wenn ich über ein „schönes“ Musikstück nicht hinauskomme, weil es vielleicht zu seicht oder zu wenig entwickelt wäre. Doch das Gegenteil war der Fall. Es war bereits vollendet. Dies erkannte ich nicht. Wenn ich daran denke, wie viel Arbeit und wie viele Stimmungen, Orte der Entstehung und einzelne „unschöne“ Elemente ich den Produktionen beigefügt hatte, bestätigt das meine Annahme. In der Vollendung eines Stücks fühlte ich immer eine Schönheit und eine Romantik. Je tiefer man also in die Seele geht, desto schöner wird es. Je tiefer man in die Seele einer Frau blickt, desto romantischer wird der Moment und desto mehr hat man sie erkannt. Jeder Mensch ist in seiner Tiefe schön. Der Ursprung ist immer Liebe und Schönheit. So sollte vollendete Kunst sein. Solange es nicht schön ist, ist man noch nicht am Ursprung. Menschen sehen sich nach Schönheit, weil sie sich erhoffen, dass sie erkannt und wertgeschätzt werden.

Die Kunst spiegelt die Schönheit ihrer eigenen Seelen wider.

Der Künstler hat eine Liebesbeziehung zu seinen Werken und diese Werke sollen eine Liebesbeziehung und ein Verständnis zu ihren Betrachtern herstellen.

04. August 2014

„Raum“

„Erkämpfe dir den Raum in der Realität und ersetze deine Gedanken durch ihn. Würde ich sagen, ersetze den Raum durch dich selbst, wäre es dasselbe. Klarheit und reiner Existentialismus erzeugen die beste Kunst.“

„Automatische Veränderung durch die Kraft der Persönlichkeit“

Du stehst an einem Punkt. Du denkst in eine Richtung, du denkst in die andere. Eine Überlegung sagt, was du machen willst ist richtig. Die andere sagt, es ist falsch.

Du bleibst erst einmal stehen. Doch das denkst du bloß. Du existierst. Du wartest ab. Du lebst.

Es kommen Impulse. Die Impulse gehen gerade nach vorne. Jenseits von richtig und falsch. Emotionen sind keine Überlegungen. Sie sind nicht dual, sie sind eins und wahrhaftig, so wie sie sind. Sie sind die einzige wirkliche Wahrheit. Du tust nichts. Oder du tust doch. Es ist egal. Du lässt dich von deinen Impulsen leiten. Und von deinen Gedanken. Du nimmst alles an, was in dir existiert. Richtig, falsch und die Impulse bilden deine Persönlichkeit. Die Emotionen können das Denken aufsprengen, aufbrechen. Deine Impulse sind Ego, Handeln, Leidenschaft. Auch das Denken ist ein Impuls. Du hast den Willen, dich zu verändern. Du akzeptierst, du akzeptierst nicht. Du veränderst dich automatisch. Du tust, du existierst, du lebst. Du bist wahrhaftig. Hast du dich in der Hand? Du bist immer in der „Schwebe“. Du bist, so wie du bist. Du bist du. Du bist alles. Ego, Demut, Hingabe, Wille, Wünsche, Emotionen, Leidenschaft, Selbstbild. Du „bist“ Existentialismus. Was vermittelt dir Ruhe? Das ist dein Pol.

Du malst. Deine Bilder explodieren. Deine Bilder sind ruhig. Du spielst Klavier und schmiegst dich in den Balsam der Ruhe, Anmut, Weichheit und Leidenschaft. Du „brichst aus dir heraus“. Es geht automatisch.

Was machst du aus dem, was andere dir vermitteln? Du nimmst dir dein Recht heraus. Das kann nur aus deinem eigenen Kopf kommen. Andere lassen dich in deinem Selbstbild immer in irgendeiner Weise allein. Wer versteht dich? Andere Menschen haben ihre Bedürfnisse und ihr Ego.

Wer bist du? Existenz.

Du bist du selbst. Du bist Energie. Du bist die Natur und Welt!

2014

„Sicherheit aus dem Wissen ziehen, nicht aus der Moral“

„Man kann die eigene Sicherheit nicht aus der Moral ziehen, wenn man eine scharfe Wahrnehmung hat. Damit ist man hilflos überfordert. Man kann sich nur auf das Wissen, die Erkenntnis und die Wahrheit der eigenen Intuition berufen.

Sicherheit aus der Moral zu ziehen, bedeutet, in einer Traumwelt zu leben. Damit belügt man sich selbst. Es bedeutet gleichzeitig das Aufgeben der Erkenntnis, klammernd an ein Ideal.“

2014

 

Jürgen Angeler Kunst